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Zwischen Neuer Weschnitz und dem Damm des Weschnitz-Rückhaltebeckens liegt das Naturschutzgebiet „Weschnitzinsel von Lorsch“. Mit seiner 200 Hektar großen Wiesenfläche sollte es vor allem dem Großen Brachvogel, dem Kiebitz und anderen Wiesenbewohnern, wie Rebhuhn, Wachtel, Feldlerche und Grauammer eine Bleibe garantieren. Obwohl der Brachvogelbestand von ursprünglich 6 Brutpaaren auf ein Brutpaar in den Jahren 1999 bis 2004 und nun wieder auf zwei Brutpaare im Jahr 2005 zurückging, und der Kiebitz als Brutvogel gänzlich verschwunden ist, gewinnt das Gebiet von Jahr zu Jahr eine höhere Bedeutung als Trittstein für ziehende Vögel. So zählte man beispielsweise am 19.03.2006 dort über 2.500 rastende Kiebitze mit Goldregenpfeifern vermischt.

Mit der Flutung des Mäanders auf der Weschnitzinsel stellen sich weitere Vogelarten, wie Silber- und Graureiher, Kranich, Grünschenkel, Wald- und Bruchwasserläufer, Kampfläufer und besonders Bekassinen als Rastvögel ein. Rot- und Schwarzmilan, Bussard, Turmfalke, Wanderfalke und Baumfalke sind ständige Nahrungsgäste, während die Kornweihe oftmals in Paaren den Winter nahrungssuchend im Gebiet verbringt.

 

Um die Struktur der Wiesen des Gebietes von ihrer Vegetation her zu verbessern, kaufte die Stadt Lorsch in den letzten 20 Jahren 35 Hektar zum Verkauf anstehender Wiesen mit Bezuschussung aus dem Kreis-Ausgleichfond und verpachtete sie mit Auflagen kostenlos an Landwirte. Die Auflagen entsprechen denen der 20 Hektar Kernzonen, die seit der Ausweisung zum Naturschutzgebiet bei der Bewirtschaftung der Wiesen einzuhalten sind, u.a. keine Stickstoffdüngung vor der ersten Mahd und keine Mahd vor dem 15. Juni eines jeden Jahres.

 

 

Vogelzug

Altmäander

Kiebitz

Zum Beitrag zur Vogelbeobachtung / Wegsperrung im NSG Weschnitzinsel 2014 geht es >>hier<<

 

Weiterführende Links:

Naturschutzgebiet Weschnitzinsel auf Wikipedia

Weschnitzinsel von Lorsch Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz

2 Reaktionen zu “Naturschutzgebiet „Weschnitzinsel von Lorsch“”

  1. Isabel Fischer sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    zum Naturschutzgebiet Weschnitzinsel habe ich eine Frage. Gibt es darin auch Radwege? Und wenn ja, wie wird dort verhindert, dass Radler absteigen, in die Wiesen laufen und so evtl. zur Gefahr für Wiesenbrüter werden? Und wie können die nistenden WIesenbrüter vor Hunden geschützt werden?

    Über Ihre Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Mit besten Grüßen

    Isabel Fischer

    • Sebastian sagt:

      Meines Wissens nach gibt es Wege nur rund um das Naturschutzgebiet und an der alten Weschnitz entlang, und verhindern kann man nie, dass Personen in ein Naturschutzgebiet gelangen.

      Es werden aber auch verschiedene Schutzmaßnahmen aufgefahren, wie z.B. die Wegsperrung während der Brutsaison (Schranke + Warnschild) oder die erst kürzliche Wegsperrung wegen der Zugvögel.
      Aber wie schon erwähnt, diese Aussagen beruhen nur auf meinem persönlichen Wissen, wenn es jemand besser weiß, der kann hier gerne kommentieren.

      Grüße, Sebastian

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