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Naturschutz, eine Aufgabe für alle Bürger

Infostände und Vorträge beim Naturschutztag des Lorscher Vogelvereins

Lorsch. Das Interesse an der Ausstellung zum Thementag „Natur“ zeige, dass beim Lorscher Vogelverein wertvolle Arbeit geleistet werde, erklärte Bürgermeister Christian Schönung, Schirmherr der Ausstellung, im Vogelpark Birkengarten. Wichtig sei dabei die Vernetzung, nicht nur der Lorscher Vereine. Naturschutz sei Aufgabe aller Bürger, vor allem aber des Vogelschutzvereins, der das notwendige Wissen vermitteln könne und zahlreiche Naturschutzprojekte durchgeführt habe. Ein bedeutendes Projekt sei die Renaturierung der Weschnitz. Zur Erhaltung des Trittsteins für den Vogelzug werde der Mensch herausgenommen. „Das liegt in unser aller Interesse“, hob das Stadtoberhaupt hervor.

Angelfreuden erlebten Kinder an einem kleinen Bassin im Vogelpark Birkengarten. ML/BILD: WEINBACH

Michael Fettel, der Spezialist für den Lorscher Wald, rechts, informierte den ehemaligen Lorscher Gewässerwart Rainer Hennings (Mitte) und einen Bekannten über neueste Funde. ML/BILD: WEINBACH

Kommunalpolitiker und Mitglieder verschiedener Umweltschutzorganisationen wohnten der Eröffnung des Thementags „Natur“ bei im Vogelpark Birkengarten durch Nicolai Poeplau, Vorsitzender des Lorscher Vogelvereins. ML/BILD: WEINBACH

Im Laufe des Tages besuchten viele Interessenten den Vogelpark Birkengarten. Der BUND Kreisverband Bergstraße hatte eine Waldausstellung organisiert. Auch die Jägervereinigung stellte sich vor und präsentierte verschiedene Tiere wie einen Dax oder einen Frischling. Ebenfalls informierte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald über ihre Ziele. Zu sehen waren an einigen Stellen ein Graureiher, Kormorane, Kaninchen, ein Fuchs und eine Nutria, dessen Artgenossen auch in der Weschnitz anzutreffen sind. Michael Fettel, Spezialist für Wald und dessen Geschichte, informierte über das Rotwild im Lorscher Wald. Er hatte dazu auch zwei Zwölfender Hirschgeweihe mitgebracht.

Rainer Hennings, früher Lorscher Mann für den Gewässerschutz und Jürgen Arnold, Vorsitzender des Angelsportvereins Lorsch gaben am Stand des Verbands Hessischer Fischer Auskunft über das Leben in der Weschnitz. Bernd Reif, Vogelschutzbeauftragter der Gemeinde Einhausen und Mitglied des Vogelschutz- und Liebhabervereins machte auf die Bedeutung der Erhaltung des „Einhäuser Bruch“ aufmerksam. Es sei bereits gelungen, Kiebitze wieder anzusiedeln. 30 junge Kiebitze seien dort registriert worden. Der Lorscher Kräutergarten präsentierte sich mit Informationsmaterial und warb um freiwillige ehrenamtliche Mitarbeiter.

Die Vogelschützer hatten zahlreiche Futtersamen ausgestellt. Beim NABU konnten die Besucher verschiedene Insekten besichtigen. Wildkräutersamen durften durch eine Lupe betrachtet und die Sorte bestimmt werden. Betty Arnold verkaufte verschiedene ausgeblasene Vogeleier, auch die großen von Nandu und Emu. Sie zeigte den Besuchern wie mit einem Federkiel geschrieben werden kann. Hammer, Nägel und vorgefertigte Holzteile gehörten zum Bau von Nistkästen, die von Erwachsenen und Jugendlichen zusammengebaut wurden. Mitglieder boten Kaffee und Kuchen an. Die Schäferei Volk war zuständig für das Deftige an diesem Tag.

Der Einhäuser Vogelschutzbeauftragte Bernd Reif, rechts, und Hermann Heinbach, Vorsitzender des Vogelschutz- und Liebhabervereins Einhausen informierten über die Erhaltung der Natur im „Einhäuser Bruch“. ML/BILD: WEINBACH

„Helfende Hände“ suchten die Mitarbeiterinnen des Lorscher Kräutergartens auch beim Naturschutztag im Birkengarten. ML/BILD: WEINBACH

Auch die Lorscher Jäger beteiligten sich am Naturschutztag des Vogelschutzvereins im Birkengarten. ML/BILD: WEINBACH

Christian Zurek informierte mit einem Vortrag über die Sperrung der Lorscher Weschnitzwiesen für den Vogelzug. Ulrich Androsch vom Gewässerverband Bergstraße erläuterte das Projekt der Weschnitzzusammenlegung im Polder Lorsch. Über Flugsanddünen und den Altlauf des Bergstraßen-Neckars bei Lorsch wusste der Student Daniel Glanzner Bescheid. Arik Siegel sprach über „Tagfalter in unserer näheren Umgebung“. Dieter Haase zeigte auf, wie sich der Rotmilan in unseren Breiten entwickelt habe. Das Angebot war sehr informativ, nach Ansicht einiger Besucher aber ein wenig unübersichtlich. ml

Betty Arnold, links, verkaufte im Birkengarten nicht nur Vogeleier und Federn, sie zeigte den Besuchern auch, wie man mit einem Federkiel schreiben kann. ML/BILD: WEINBACH

Vor allem Kinder beteiligten sich am Bau von Nistkästen im Lorscher Vogelpark. ML/BILD: WEINBACH

Karlheinz Massoth, Lorscher Vogelzüchter, betrachtete unter einer Lupe den Samen von Wildkräutern. ML/BILD: WEINBACH

Unter den Flügeln eines Sibirischen Uhu wurde die politische Prominenz beim Naturschutztag im Birkengarten über die Aktion informiert, v.l., Alexander Löffelholz (CDU), Bürgermeister Christian Schönung, Nicolai Poeplau, Vorsitzender des Vogelvereins Lorsch, Staatssekretär Dr. Michael Meister, CDU-MdB, Stadtverordnetenvorsteherin Christiane Ludwig-Paul (CDU), Brigitte Sander, SPD-Vorsitzende, Ehrenbürgermeister Klaus Jäger. ML/BILD: WEINBACH

weitere Bilder zum Thementag Natur:

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