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von Sebastian Allgemein, Verein, Vergangene Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für JHV 2021

Beitrag zur JHV 2021

Lorscher Vogelverein mit jungem Vorstand

Lorsch. Mit dem Hinweis, dass die Jahreshauptversammlung 2020 ausgefallen sei, weil die Corona-Beschränkungen das nicht erlaubt hätten, begrüßte Nicolai Poeplau als Sprecher des Kanarienzüchter-, Vogelfreunde und Vogelschutzvereins Lorsch die Mitglieder auf der Pergola im Vogelpark Birkengarten zur Jahreshauptversammlung 2021.

Die Versammlung gedachte zahlreicher verstorbener Mitglieder und sie ehrte auch verdiente Mitglieder. Der wichtigste Punkt war die Neuwahl des Vorstands, vorgenommen von Wahlleiter Klaus Jäger. Der Vorstand bestehe aufgrund einer Satzungsänderung nicht mehr nur aus einem Vorsitzenden, sondern aus drei Personen als Vorstandssprecher. Er dankte dem Vorstand, der auch in schwierigen Zeiten den Verein auf Kurs gehalten habe. Der Vogelpark komme bei der Bevölkerung gut an.  Der neue Vorstand wurde wieder verjüngt. Meistens erfolgte eine Wiederwahl.

Sprecher für Naturschutz und Vogelpark wurde Nicolai Poeplau, Christian Zurek für Vogelschutz, Karlheinz Massoth für Vogelzucht, Matthias Horlebein (Rechner), Daniel Hartnagel (Schriftführer), Justus Karl (Presse), Jo Klein (Veranstaltungen), Sebastian Alles (Webseite), Lukas Drax (Jugend), Andreas Hartnagel (Organisation), Betty Arnold (Vogelpflege), Thomas Hilsdorf (Züchter), Dennis Fischer (Naturschutz), Erik Massoth, Reinhold Reichl (Kassenprüfer).

Gewählte Vorstandsmitglieder des Vogelvereins Lorsch im Jahr 2021, v.l., Daniel Hartnagel, Andreas Hartnagel, Sebastian Alles, Lukas Drax, Karlheinz Massoth, Elisabeth Arnold, Thomas Hilsdorf, Matthias Horlebein, Nicolai Poeplau, Christian Zurek. ML/BILD: WEINBACH

Weschnitzrenaturierung und Vogelschutzprojekte auch zur Corona-Zeit

Umfangreich gestalteten sich die Berichte. Arbeitsschwerpunkt war unter anderem das Naturschutzgebiet Weschnitzinsel, erklärte Christian Zurek. Es sei ein bedeutender Trittstein für Zugvögel und man habe beobachtet, dass zwei auf der „Roten Liste“ stehende Steinkauz Paare sich in Bruthöhlen angesiedelt hätten, ebenso wie fünf Brutpaare Schwarzkehlchen. Belegt wurden die Ausführungen immer wieder mit Bildern und kurzen Filmausschnitten.

Nicolai Poeplau verdeutlichte die Bemühungen, den vom Aussterben bedrohten Wendehals, eine Art Specht, in der „Viernheimer Waldheide“ zu schützen. Im Bereich der Wattenheimer Brücke wurden zahlreiche Nistkästen für Höhlenbrüter aufgehängt.

Im Vogelpark wurden einige Großprojekte umgesetzt. Dank der Hilfe der Stadt Lorsch konnte mit einem Hubsteiger eine umgestürzte mächtige Kiefer beseitigt werden. Dank der Hilfe einer Lorscher Stahlbaufirma und 45 freiwilligen Helfern wurde das Terrassendach erneuert. Der Lorscher Gewerbeverein habe geholfen, den Eingangsbereich des Vogelparks zu sanieren. Dort wurde auch der Schaukasten neu gestaltet.

Gelungen sei die Teichsanierung im oberen Bereich. Dort konnten Molche, Frösche und Ringelnattern festgestellt werden. Es wurden drei Pfauen gekauft zur Zucht. Erfreulich wertete er das Engagement von Betty Arnold, die sich zwar zurückziehen wollte bei der Vogelfütterung, die dennoch weiter arbeite.

Für die Vogelzüchter erklärte Karlheinz Massoth, dass auch in dieser Sparte alle Aktivitäten wegen Corona ausgefallen seien, ebenso wie beim Gesamtverein. Dennoch seien eine Anzahl verschiedener Finkenarten (Cardueliden) nachgezüchtet worden. Die Vogelpfleger orientierten sich bei ihrer Arbeit „an einer möglichst naturnahen, durchaus anspruchsvollen Haltung und Ernährung“. Es gebe zahlreiche vogelpflegerische Unwägbarkeiten zu beachten. Dazu gehörten unter anderem die Kenntnisse artspezifischer Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnessel, Wegwarte oder Vogelmiere, die möglichen Beerenarten, Blattläuse, Mehlkäferlarven oder Heimchen als Futter für Finken. „Eine möglichst naturnahe Haltung und Ernährung, dafür treten wir Lorscher Carduelidenzüchter ein. Und das schon seit Jahrzehnten“, schoss der Abteilungsleiter seinen Bericht.

Mathias Horlebein legte die Kassenberichte für die Jahre 2019 und 2020 vor. Sie wurden von den beiden Kassenprüfern Thomas Hilsdorf und Erik Massoth geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Der Haushaltsplan für das Jahr 2021 wurde einstimmig verabschiedet. ml

Bei der Jahreshauptversammlung des Lorscher Vogelvereins wurden langjährige verdiente Mitglieder geehrt, v,l., Karl Degen, Ewald Schumacher, Peter Keil, Adolf Keil, Klaus Rapp, Thomas Hilsdorf, Edgar Ludwig Josef Helfert Nicolai Poeplau, Christian Zurek. ML/BILD: Weinbach

Seit 70 Jahren im Vogelverein Lorsch – Mitgliederehrungen

Klaus Jäger ehrte bei der Jahreshauptversammlung langjährige verdiente Mitglieder

Lorsch. Bei der Jahreshauptversammlung des Lorscher Vogelverein unter der Pergola des Vogelparks sollten 17 langjährige und verdiente Mitglieder geehrt werden. Leider waren, zum Teil aus Altersgründen, nicht alle erschienen. Ehrenbürgermeister Klaus Jäger hatte die Ehrungen übernommen. „Für einen Verein sind natürlich seine Mitglieder sehr wichtig“, unterstrich er die Bedeutung einer Ehrung. „Schließlich lebt der Verein von diesen Mitgliedern. Nur mit ihnen kann er seine Ziele erreichen“. Sowohl die aktiven als auch die fördernden Mitglieder lägen dem Verein sehr am Herzen. Da im vergangenen Jahr wegen Corona keine Ehrungen durchgeführt worden seien, würden jetzt die Jahr 2020/2021 berücksichtigt. Der Vogelverein habe mehrere Standbeine, den Vogel- und Naturschutz, die Vogelzucht und die Unterhaltung des Vogelparks. Das 92jährige Bestehen des Vereins sei unter anderem dem Engagement der Geehrten zu verdanken. Ein Vorstand könne nur dann erfolgreich agieren, wenn er die Unterstützung der Mitglieder erfahre.

Die Geehrten erhielten eine gerahmte bunte Urkunde, eine Flasche Wein und eine kleine Süßigkeit.

Seit 70 Jahren sind Valentin Gallei, Richard Hönig und Franz Wahlig im Verein. Sie seien mit 15, 16 Jahren von dem Ehrenvorsitzenden Heinrich Emig in die Jugendgruppe aufgenommen worden und hätten dem Verein bis heute die Treue gehalten.

Gleich 60 Jahre sind Adolf und sein Bruder Peter Keil als Vogelzüchter Vereinsmitglied, ebenso wie Edgar Ludwig, der einige Jahre Wirt des Vereinslokals war, Klaus Rapp, eine exzellenter Amateurschauspieler und Kenner der heimischen Vogelwelt.

Elisabeth Marquardt ist seit 50 Jahren dabei. Das gilt auch für Karl Degen, in dessen ehemaliger Gaststätte der Verein manche Sitzung abgehalten habe. Auf überregionalen Vogelschauen, bis hin zur Deutschen Meisterschaft war Ewald Schumacher aus Einhausen erfolgreich.

40 Jahre Mitglied ist Josef Helfert, ein erfolgreicher Züchter von Prachtfinken. Thomas Hilsdorf, der einige Zeit die Jugendgruppe geleitet hatte, ist seit 40 Jahren ein erfolgreicher Vogelzüchter.

Dieter Haase, der auch schon Vögel für den Verein präpariert hat, hilft seit 25 Jahren bei den Aktivitäten.

Drei junge Vorstandsmitglieder würdigte Klaus Jäger ganz besonders.

Es sind Nicolai Poeplau, Matthias Horlebein und Jerome Klein, die dem Vogelverein in vielfältiger Weise seit 25 Jahren angehören. Diese drei verbinde eine langjährige Freundschaft. Sie seien mit 14/16 Jahren durch den verstorbenen Ehrenvorsitzenden Ernst Metz geworben worden. Er habe erkannt, dass sie sich gerne in der Natur aufhalten, „wohl auch im Vogelverein gut aufgehoben wären und ihre Energie hier investieren könnten“, zitierte Jäger die Gedanken von Ernst Metz.

Nicolai Poeplau sei zu dieser Zeit ein Mohrenkopfsittich und Jerome Klein ein Nymphensittich zugeflogen, Matthias hätte Kaninchen zu pflegen. Nach einem Besuch im Vogelpark entwickelte sich für das Trio viele Jahre der Fütterungsdienst in dieser Anlage. Mit 18 Jahren wurden sie Beisitzer im Vorstand. Seit dem Jahr 2004 begleitet Nicolai Poeplau das Amt des Vorsitzenden und Sprechers für Vogelpark und Naturschutz. Matthias Horlebein übernahm das Amt des Rechners und Jerome Klein wurde zum Schriftführer gewählt. Sie engagieren sich bis heute im Vorstand und im Vogelpark, waren maßgeblich bei den Waldfesten im Einsatz und haben Ideen eingebracht, die Attraktivität des Festes zu steigern. Besonderes Lob galt Nicolai Poeplau, dem der Vogelschutz und insbesondere die Erforschung des Wendehalses am Herzen liege. Er habe mitgewirkt am Projekt der Weschnitzrenaturierung, habe als Nachfolger von Hans Ludwig das Amt des Ortsbeauftragten für Vogelschutz übernommen und sei aktiv in der Umweltkommission der Stadt Lorsch. Mit langem Beifall bedankten sich die Anwesenden bei den Geehrten. ml

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