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von Sebastian Züchter 0 Kommentare

der KVV – Lorsch ehrt seine Vereinsmeister.

Am 30. Januar 2016 ehrten die Lorscher Vogelzüchter im Gasthaus „Zum Lamm“ ihre Vereinsmeister 2015.

Bevor der Fachgruppenvorsitzender Karlheinz Massoth die mit Spannung erwartete Meisterehrung vornahm, zog er eine kurze Bilanz aus dem zurückliegenden Zuchtjahr 2015 und bedankte sich ausdrücklich bei den Frauen für ihr Verständnis zum zeitaufwendigen Hobby ihrer Männer.

Dabei hob er die besondere Verantwortung hervor, die jeder Pfleger und Züchter von Vögeln, insbesondere aber von besonders geschützten Vogelarten zu übernehmen hat. Massoth betonte, dass es sich bei der Haltung, Pflege und Zucht der Gefiederten Freunde um ein altes Kulturgut handle, das bis in die heutige Zeit seine Berechtigung habe. Nicht von ungefähr ginge die Vogelliebhaberei, das Liebhaben der Sänger in prächtigem Federkleid durch alle Bevölkerungsgruppen und Nationalitäten.

Männlicher serinus canaria, Kanarienvogel.

Von Juan Emilio - Flickr: Canario silvestre, Serinus canarius(♂), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18277090

Natürlich, so Massoth, habe sich die Zielsetzung der Vogelhaltung im Laufe der Jahrhunderte gewandelt und das Wissen um die Bedürfnisse der Pfleglinge in Menschenobhut habe heute einen noch nie dagewesenen Höchststand erreicht. Ginge es früher rein um die Einzelhaltung der Gefiederten des Gesanges wegen so ginge es heute um die Zucht und Vermehrung sowohl domestizierter als auch nichtdomestizierter Vogelarten. Wobei Massoth deutlich machte, dass er unter Zucht Veränderung und unter Vermehrung Erhaltung der jeweiligen Vogelart verstehe.

Als Beispiel für züchterische Veränderungen nannte er den in der Wildform auf den Kanarischen Inseln beheimateten Kanarienvogel (Serinus canaria). So wurde neben dem Gesang die Gestalt und auch die Farbe züchterisch verändert. Auch heute noch ist der Gesangskanarienvogel bekannt unter dem Namen Harzer Roller dessen Wiege bei den Bergleuten im Harz in St. Andreasberg stand von wo aus er bis nach Amerika und Russland exportiert wurde. Aber auch die riesenwüchsigen Yorkshire Kanarien mit über 20 cm Körperlänge als auch die rotgrundigen Farbkanarien lassen auch für den Laien die Zuchterfolge aus jahrzehnte langem züchterischem Bemühen unzweifelhaft erkennen.

Die moderne Vogelzucht und Pflege sei von Verantwortungsbewusstsein und einem hohen Maße an Fachkenntnis geprägt, so Massoth.Vogelzucht und Vogelpflege habe ihre Berechtigung und sei fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert.Nicht zuletzt waren und sind es Vogelpfleger die in großer Zahl   Natur – und Vogelschutz aktiv betreiben. So auch im KVV – Lorsch. Massoth betonte noch einmal die besondere Wichtigkeit von Natur – und Vogelschutz und rief die Mitglieder auf sich aktiv daran mit Wort und Tat zu beteiligen. Sodann leitete Massoth das Gespräch auf das Zuchtjahr 2015 und die daraus resultierenden Meisterschaftserfolge hin.

Die Vereinsmeisterschaft, die Zuchterfolge der Lorscher Vogelzüchter zeigte einmal mehr, dass in Lorsch wirklich gutes Vogelmaterial vorhanden ist. Die Bewertungsergebnisse waren durchweg gut bis sehr gut und ließen keinen Zweifel daran, dass der Leistungsstandart der Lorscher hoch und jeder Zeit konkurrenzfähig ist.

So standen ausschließlich Cardueliden, also eigentliche Finken, deren „prominentester“ Vertreter, der Vogel des Jahres 2016 – der Stieglitz (Carduelis carduelis ) ist, in Konkurrenz um die in den einzelnen Disziplinen zu vergebenden Meistertitel.

Carduelis carduelis, der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016.

Von Pierre Dalous - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22525310

Karmingimpel

Von Piotr Matyga - Eigenes Werk, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5815396

Vertreten waren Kanariengirlitze von den Kanarischen Inseln, also die ursprüngliche Wildform des domestizierten Kanarienvogels, einheimische Erlenzeisige, Kiefernkreuzschnäbel, asiatische Chinagrünfinken und Schwarzkopfgrünfinken, Mexikanische Kamingimpel aus Nord – u. Mittelamerika. Ferner eine Mutation des Mex. Karmingimpels die „rubino“ genannt wird, keine Melanine besitzt und im männlichen Geschlecht rötlich gefärbt ist.

Unter diesen gut eingewöhnten und für die Schau extra trainierten Finken mussten die Preisrichter die besten Vögel bestimmen und mit entsprechenden Punkten bewerten .

So erreichte eine 4 er Kollektion „wilder Kanarienvögel“ von Reinhold Reichl gute 365 Punkte und konnte die Vereinsmeisterschaft in dieser Schaudisziplin für sich verbuchen.

Die höchsten Punktzahlen bei den Jungvögeln in der Einzelvogelschauklasse erreichte ein Erlenzeisig mit 92 Punkten von Erik Massoth und ein Kiefernkreuzschnabel der von Reinhold Reichl ausgestellt wurde.

Also zunächst zwei punktgleiche Vögel von denen nur einer den Meistertitel gewinnen konnte. Den Ausschlag für Erik Massoth ergab schließlich die Auswertung der Bewertungsrubrik „Zeichnung“

Der Erlenzeisig von Erik Massoth erreichte in dieser Rubrik 29 von 30 möglichen Punkten. Der Kiefernkreuzschnabel von Reinhold Reichl konnte leider nur 28 Punkte erzielen. In der Altvogelschauklasse für mutante Cardueliden lag diesmal Reichl vorne und konnte sich durch einen Mexikanischen Karmingimpel in der Mutationsfarbe „rubino“ mit 90 Punkten den Vereinsmeistertitel sichern. Allerdings konnte Erik Massoth in einer anderen Schaudisziplin dagegen halten und erzielte mit einem mehrjährigen Erlenzeisigweibchen 93 Punkte die ihm einen weiteren Meistertitel bescherte. Somit war die Vereinsmeisterschaft 2015 entschieden.

Der Fachgruppenvorsitzender Karlheinz Massoth kommentierte die Situation mit den Worten ,, das ist ein zwei zu zwei Ergebnis. Das Konto ist ausgeglichen. Quasi unentschieden,,. Herzlichen Glückwunsch an beide Titelträger! Beide Preisträger erhielten aus der Hand des Fachgruppenvorsitzenden ihre Siegerurkunden und als Ehrenpreis je einen Silberdollar.

Die anwesenden Frauen erhielten ebenfalls ein „blühendes“ Geschenk aus der Hand von Frau Massoth.

Erlenzeisig

Von Sławek Staszczuk (photoss [AT] hotmail.co.uk) - Sławek Staszczuk (photoss [AT] hotmail.co.uk), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1761205

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