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Lorsch. Ein ganz besonderes Ereignis erlebten jetzt die Zuschauer im vollbesetzten Vogelhaus in der Anlage im Birkengarten. Der Lorscher Vogelverein hatte in Zusammenarbeit mit dem NABU unter dem Titel „Streifzug durch das Archiv eines Naturfotografen“ zu einem Lichtbildvortrag die Hobbyfotografen Mathias und Christine Schäf aus Grünstadt eingeladen. Von einem Streifzug konnte dabei allerdings keine Rede sein, da das Ehepaar, das seit rund 16 Jahren aktiv ist, bei seinen dreiwöchigen Reisen etwa 30.000 Fotos schießt von denen meist nur 2000 übrig bleiben.

Eine individuelle zweiwöchige Afrika-Reise sei teurer als eine normale Pauschalreise, könne leicht 8 bis 10.000 Dollar kosten, erklärten sie. Die Kosten für die eigene Fotoausrüstung beliefen sich locker auf 50.000 Euro. Ein Foto zu schießen, könne zehn Sekunden dauern, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergebe, oder auch einen Tag und mehr. Wie die beiden Fotografen ihre Bilder schießen, zeigten sie ebenfalls.

Da standen sie im Wasser, um Watvögel zu fotografieren, sie lagen auf dem Bauch, um nah ran zu kommen, sie versteckten sich in einer provisorischen Hütte oder unter Heubüscheln, suchten gut getarnt Möglichkeiten, ihre Apparate mit riesigen Teleobjektiven in Stellung zu bringen oder fotografierten auch einfach aus dem Autofenster. Bedauerlich für die Zuschauer war bei der exzellenten mit Musik unterlegten Bilderschau nur, dass die gezeigten gefiederten Freunde nicht eingeblendet waren.

Gezeigt wurden Vögel aus der Pfalz, von der Insel Lesbos, aus dem von der Sahara geprägten Marokko, von der arabischen Halbinsel Oman  mit einem Wüstengebiet größer als die Bundesrepublik und von der Küstenregion in Florida. Die Hobbyfotografen, die noch einem bürgerlichen Beruf nachgehen, demonstrierten ihre Kunst durch ausgezeichnete Nahaufnahmen, angefangen von einem Sperling bis zum fast unbekannten Fahlbürzelsteinschmätzer.

Nicolai Poeplau, Vorsitzender des Lorscher Vogelvereins, bedankte sich bei den Naturfotografen Christine und Mathias Schäf mit einem kleinen Präsent für ihre gezeigten Vogel-bilder. ML/BILD: WEINBACH

Da blickten die Zuschauer in den aufgerissenen Schnabel eines bunten Vogels, da sahen sie, wie ein Eisvogel einen Fisch aus dem Wasser holte, wie ein Reiher einen großen Fisch verschlang. Vögel trugen Insekten ins Nest zu ihrer Brut, hatten Gras im Schnabel, um Nester zu bauen. Zu sehen waren aber auch Steppenadler, die auf einer Müllkippe im Oman an einem Kuhkadaver ihren Hunger stillten. In Marokko fotografierten sie im Hohen Atlas bei 10 Grad Minus und Schnee zahlreiche Vögel, die dort lebten, auch Lerchenarten. Alle Arten von Vögeln im Flug erblickten die Zuschauer, sahen wie diese Flugkünstler allein, zu zweit oder auch in Schwärmen unter dem Himmel ihre Kreise zogen. Ob Wiedehopf, Turmfalke, Käuzchen, Falke, Schwarz- oder Weißstörche, Möwen, Seeschwalben, Graureiher, Truthahngeier oder Pelikane, die kopfüber ins Meer schießen, um Fische zu schnappen, die Schärfe war so ausgezeichnet, dass die bunten Federn in ihrer vollen Struktur zu erkennen waren. Die Detailaufnahmen gipfelten in einer Fliege auf dem Kopf eines Adlers.

Nicolai Poeplau, Vorsitzender des Vogelvereins, hatte das Ehepaar begrüßt, erklärte, dass sie weltweit unterwegs seien und ihre Fotos in zahlreichen Vogelbüchern enthalten seien. Als kleines Dankeschön überreichte er, unter dem Beifall der Zuschauer, den Fotografen ein Präsent. ml

Weitere Infos und noch viel mehr Bilder von und mit Mathias und Christiane Schäf unter http://www.living-nature.eu/

Zur Vortragsankündigung

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