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Zumindest bis Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war der Weisstorch der Charaktervogel des Hessischen Rieds. In jedem Dorf gab es wenigstens ein Storchenpaar. Dennoch gibt es keine eindeutigen Erkenntnisse darüber, seit wann der Storch innerhalb der Dörfer des Rieds brütete. So auch in Lorsch. Man weiß nur, dass der Storch seit Menschengedenken auf dem alten Gefängnis sein Nest hatte, das er jedes Jahr bewohnte. Bis zum Jahr 1959 flogen noch Jungvögel aus. Zwischendurch baute im Jahr 1955 ein Storchenpaar ein Nest auf dem Turm des alten Rathauses und brachte 4 Jungstörche zum Ausfliegen. Danach ging es mit dem Weißstorch nicht nur in Lorsch, sondern im gesamten Kreisgebiet schnell bergab. Erst ab dem Jahr 1994 konnte die Lorscher Storchengeschichte fortgeschrieben werden. Animiert durch zwei flugunfähige Weißstörche im Vogelpark, siedelte sich ein Paar Störche auf einem weit ausladenden Ast einer Kiefer im Vogelpark an. Ihre Nahrung besorgten sie sich größtenteils bei den Vogelparkstörchen. Als bei einem orkanartigen Unwetter der Ast brach, kamen alle vier, sich kurz vor dem Ausfliegen befindlichen Jungstörche ums Leben. Auf einem danach montierten Mast mit Nestkranz brachten die Störche in den folgenden Jahren häufig unter Zufüttern drei bis vier Jungvögel zum Ausfliegen. Nachdem im Jahre 1997 der Gewässerverband Bergstraße auf seinem Betriebshof an der Weschnitz einen weiteren Nestmast aufgestellt hatte, wanderten die Vogelparkstörche auf das neue Nest an der Weschnitz, das von nun an ihre Kinderstube sein sollte. Mit dem Abwandern der Störche an die Weschnitz siedelte sich ein weiteres Storchenpaar im Vogelpark an. Als Nichtzieher bewohnt das Weschnitz-Storchenpaar nun jeweils im Herbst und Winter sein ursprüngliches Nest im Vogelpark, während das neue Paar alljährlich im August wegzieht. Insgesamt verzeichnen wir seit dem Jahr 1995 47 ausgeflogene Jungvögel. Wie in alter Zeit versammeln sich heute wieder Störche vor ihrem Abflug ins Winterquartier auf den Wiesen des Naturschutzgebietes „Weschnitzinsel von Lorsch“. Im Jahr 1994 waren es 70 Störche.

Erste Flugversuche

Storchennachwuchs

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